Heute geht es um das zentrale Gebot der christlichen Religion. Wir finden es in allen drei synoptischen Evangelien (Mt 22,37-40; Lk 10,27 ; Mk 12,29-31).
Grund genug, sich etwas intensiver Gedanken darüber zu machen.
Mit Sonntagsgedanken, die hoffentlich über den Sonntag hinausreichen.
Im heutigen #Gottesdienst hören wir eine Erzählung aus dem #Matthäus-#Evangelium, in der die #Pharisäer #Jesus versuchen aufs Glatteis zu führen. Denn sie fragen ihn, ob es erlaubt ist, dem #Kaiser #Steuern zu zahlen.
Die Antwort Jesu weist dabei weit über das hinaus, was wir vielleicht als Erwiderung erwarten würden. Denn die Entgegnung Jesu hat letztlich auch etwas mit #Vertrauen zu tun – von einem Vertrauen, welches sich mit #Geld nicht kaufen lässt.
#Martyria ist – neben #Diakonia und #Leiturgia – eine der drei klassischen Grundsäulen oder grundlegenden Aufträge der #Kirche. Dabei bedeutet „Martyria“ erst mal so etwas wie „Zeugnis geben“, was im Verkünden und Verbreiten des Evangeliums seinen Ausdruck findet – wenn es sein muss, auch in Worten.
Als #Märtyrerin oder #Märtyrer werden in unserem Sprachgebrauch aber im Regelfall Menschen bezeichnet, die dieses #Zeugnis bis in den Tod nicht verleugnet haben, die für dieses Zeugnis sogar gestorben sind.
Heute gedenken wir anlässlich des 20. Jahrestages seiner Ermordung eines solchen Märtyrers: Des philippinischen Bischofs Alberto #Ramento. Er war #Bischof der Unabhängigen Philippinischen Kirche, mit der wir in Kirchengemeinschaft stehen. Und er hat sich auf den Philippinen für die Armen und Ausgebeuteten, die Arbeiter und Bauern eingesetzt. Und diesen Einsatz schließlich mit dem Leben bezahlt.
Manchmal läuft das Leben in eine #Sackgasse. Aber es macht keinen Sinn, vor der #Mauer, an die man stößt stehenzubleiben und zu erstarren. Sondern dann geht es um #Umkehr.
An #Weihnachten werden wir uns in drei Monaten wieder klar machen, dass #Gott nach unserem Glauben in Christi #Geburt als kleines Kind auf die Erde gekommen ist. In Armut und Bedürftigkeit. Nicht in Glanz und Hoheit und Pracht.
Genau, wie #Jesus dann am Ende seines Lebens nicht in einem weichen Bett sanft entschlummert ist, sondern wie ein Schwerverbrecher hingerichtet wurde am Kreuz. #Paulus macht gerade dieses Ereignis in der heutigen Lesung aus einem Brief an die Gemeinde in #Philippi wichtig.
In diesem Verzicht Gottes auf alle #Macht, in dieser #Machtlosigkeit, die sich zu Beginn und am Ende des Lebens Jesu von Nazareth zeigt, gründet unser Glaube.
Der Prophet Jesaja gibt uns heute als Spruch Gottes die Worte mit: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege.“ (Jes 55,8) Das darf uns ein Hinweis darauf sein, dass unsere Erkenntnisfähigkeit der göttlichen Wirklichkeit doch immer sehr begrenzt ist und dass wir eine gesunde Skepsis Menschen gegenüber einnehmen sollten, die von sich behaupten, den Willen Gottes voll und ganz zu kennen.
Und doch wollen wir uns dieser unbegreiflichen, dieser all unsere Vorstellungen überschreitenden Wirklichkeit nähern und suchen Berührungspunkte, Erfahrungen der Nähe und Begegnung mit diesem Urgrund allen Seins.
Die Aufforderung Jesu zur #Vergebung ist immer wieder eine #Herausforderung, die jede und jeden von uns betrifft.
Wenn eine Kluft zwischen Menschen entstanden ist, dann ist diese Aufforderung Jesu ein Aufruf, neu #Brücken zueinander zu bauen, statt #Mauern zwischen sich zu errichten.
Das #Evangelium dieses Sonntags will uns dazu ermutigen.
Wir stehen vor Herausforderungen, die uns dazu drängen, nicht zu schweigen, sondern unseren Mund aufzutun. Auch, wenn unsere Rede vielleicht nicht perfekt ist.
Der Textabschnitt aus dem Buch des Propheten Ezechiel, der für den heutigen Sonntag vorgesehen ist, ermutigt uns dazu.
In der heutigen Lesung aus dem Prophetenbuch #Jeremia geht es um #Faszination und #Begeisterung. Darum, was uns in diesem Leben so fesselt, dass wir gar nicht mehr davon loskommen, sondern wir mit ganzem Herzen, ganzer Seele und all unserer Kraft – mit voller #Leidenschaft – davon gepackt sind.
Ideal und Wirklichkeit liegen manchmal weit auseinander. Doch auch mit unseren Fehlern und Unzulänglichkeiten sind wir von Gott geliebt. Davon erzählt uns das heutige Evangelium vor dem Hintergrund eines Gesprächs zwischen Jesus und Petrus.